Führungen am NZB sind sehr beliebt

 Bilde ich es mir nur ein oder ist es wirklich so. Die Nachfrage nach Führungen von Gruppen nimmt zu. Gerne führen wir MitarbeiterInnen Menschen jeden Alters und jeder Nationalität durch die Ausstellung und das Außengelände. Es wird auch nie langweilig, die Geschichten die wir zusätzlich zu den üblichen Informationen erzählen können, schreibt ja das Leben hier.
Gerade habe ich gesehen, dass sich eine japanische Delegation wieder um einen Termin bemüht. Ich erinnere mich noch an den Termin im letzten Jahr. Gerhard Eppler hat geführt und wir sollten einen kleinen Imbiss vorbereiten. Die Teilnehmerinnen verband eine Gemeinsamkeit. Sie hörten der Dolmetscherin aufmerksam zu, dabei nickten sie immer heftig und lachten oder taten erstaunte Ausrufe. Es war köstlich ihnen zuzusehen und als wir ihnen dann eine Kürbissuppe und selbst gemachte Waffeln zum Essen anboten, verstärkte sich das Lächeln und die verzückten Ausrufe. Es lässt sich schlecht beschreiben, aber ich sehe es noch gut vor mir. Der „Chef“ der Gruppe diktierte gleich alles in seinen Laptop und freute sich über die Aufmerksamkeit seiner Leute. Aus diesem Kontakt, der nun schon über mehrere Jahre geht, hat sich jetzt eine Einladung an Gerhard Eppler ergeben. In einem Telefongespräch und über email erhielt er die Einladung zu einem Ökofestival in Japan und dort soll  er das Konzept des Naturschutzzentrums  vorstellen und über Naturschutz  in Deutschland berichten.

Auch die Anfrage für Führungen von Senioren nimmt zu. Als ich im Frühjahr im Gemeindezentrum von St. Georg einen Vortrag über die Schöpfung hielt, bekam ich große Aufmerksamkeit. Die Menschen waren ein so dankbares Publikum. Ich war so aufgeregt vorher, mein Resekt und meine Wertschätzung für Menschen, die bereits auf viele Erfahrungen zurückgreifen können, ist sehr groß. Kann ich ihnen was erzählen? Scheinbar schon, denn ich schaute in viele offene und fröhliche Gesichter.
Daraus ergab sich ein weiterer Kontakt. Herr Turber, ein Sprecher und Organisator der Seniorengruppe, meldete sich für einen weiteren Termin im Naturschutzzentrum an. Er sagte: „Wir treffen uns einmal im Monat, gerne würden wir sie besuchen. Es sind immer so 20 Personen, die sich die Zeit nehmen“.  Zwei Tage vor dem Termin korrigierte er auf 35 Personen und aus dem Bus stiegen letztendlich 55 Personen. Da war selbst Herr Turber „von den Socken“. Er wusste, dass er uns (logistisch) in Schwierigkeiten bringen würde, wir hatten ja nur für 35 Personen Kaffee und Kuchen vorbereitet. Es war in der Tat eine Herausforderung. Eine Führung für so viele hatte ich noch nie gemacht und auch mein Mitarbeiterteam erfasste die Situation. Schnell waren noch weitere Stühle und Tische dazu gestellt und Kuchen für alle organisiert. Was mich bei Führungen mit Senioren besonders glücklich macht, ist, wenn sie mir Mut machen, uns bestätigen in unserem Engagement und sich über den Garten freuen oder darüber, dass wir mit Kindern wieder wie früher frisch aus dem Garten kochen (z.B. konnten sie noch ein paar Buchweizenapfelpfannkuchen probieren, die vom Mittagessen übrig blieben).  Ich mag, wenn ich höre, dass sie wieder kommen wollen. Am liebsten mit den Enkeln.
Herr Turber kam ein paar Tage später zu mir ins Büro. Er dankte noch einmal und sagte: „So einen Zuspruch hätte er in den 8 Jahren noch nicht erlebt“.

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