Wo kuscheln Tiere im Winter?

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Goldenes Licht

Eine Veranstaltung für Familien im November? Risiko. Wir leben vom guten Wetter, zumindest atmosphärisch. Wir lasen täglich den  Wetterbericht. Unterschiedliche Wetterprognosen mit Aussagen von: Regen bis Sonne erleichterten uns die Auswahl bei den Vorbereitungen nicht.  Was ist zu tun? Wir planten zweigleisig. Ein Programm für drinnen und draußen.
Der Wettergott schien von unserem Programm überzeugt zu sein. Er schickte uns milde Temperaturen und immer wieder größere Sonnenfenster. Ein großes Dankeschön also auch nach oben.
Ein Mitarbeiter des Bergsträßer Anzeigers war an diesem Tag vor Ort und verfasste einen schönen Artikel.
Diesen habe ich weitgehend übernommen. Lesen Sie selbst:

Wärmen am Feuer
Wärmen am Feuer

Nach dem Schneespaziergang werden abends am Kaminfeuer die Füße gewärmt, dazu gibt es eine heiße Tasse Tee und eine kuschelige Decke. So oder so ähnlich sieht der Winter in den Bergsträßer Familien aus. Doch wie überwintern die Tiere in der Region? Was machen Igel, Eichhörnchen und Spinne in der kalten Jahreszeit? Diese Frage wurde jetzt im Naturschutzzentrum Bergstraße (NZB) beantwortet.

Rätsel
Rätsel

Unter dem Titel „Tiere im Winter“ waren groß und klein eingeladen, sich intensiver mit den Bewohnern der regionalen Natur zu befassen und mit deren winterlichen Überlebenskünsten. Im Eingangsbereich des Zentrums empfingen ein einladendes Kuchenbüffet und der Duft von Kaffee die Besucher.
Unterschiedliche Strategien
Igel und Eichhörnchen bekamen an diesem Nachmittag besondere Aufmerksamkeit, denn zu diesen beiden gab es jeweils eine Führung, bei der die Besucher familiengerecht und spielerisch viele interessante Informationen erhielten. Zur Begrüßung durften die jüngsten Gäste selbst einmal Igel sein.

Igelquartier
Igelquartier

 Die Eltern bauten kleine Höhlen, die als Überwinterungsversteck genutzt wurden. Geborgen – warm und vor Wind, Kälte und Feinden geschützt – durften die Kinder ausprobieren, wie es sich anfühlt, im Winter ein Igel zu sein. Dazu gab es vielerlei Informationen über einheimische Tiere und ihr Verhalten im Winter.

Da das Naturschutzzentrum direkt an der Erlache liegt, sind hier auch viele Frösche zuhause. Im Sommer geben sie unüberhörbare Quak-Konzerte und im Winter graben sie sich tief in die Erde ein, um dem Frost

Igelwerkstatt
Igelwerkstatt

zu entgehen. Ebenso verhalten sich die Regenwürmer. Jedoch bleiben diese auch im Winter aktiv. Nur eben einige Zentimeter weiter unter der Erdoberfläche, denn die oberen Bodenschichten sind durch den Frost zu hart.
Was machen Spinnen in der kalten Jahreszeit? „Die verstecken sich in unserem Keller!“, antwortet ein Kind auf diese Frage wie aus der Pistole geschossen. Das stimmt. Manche schon. Doch die Kreuzspinne, die auch an der Bergstraße ihr Zuhause hat, übersteht den Winter in der Regel nicht. Aber sie trifft entsprechende Vorkehrungen: Bevor es zu kalt wird, legt sie viele kleine Spinneneier, die so robust sind, dass die Brut im

Igelspur
Igelspur

Frühling schlüpfen kann.
Wem diese Informationen noch nicht reichten, der durfte sich den Führungen anschließen, um noch mehr über die Überlebenskünstler Igel und Eichhörnchen zu erfahren. Auch hier wurden besonders die kleinen Gäste liebevoll in das Programm eingebunden. Wie kleine Eichhörnchen durften die Kinder selbst verschiedene Verstecke finden, in denen sie ihre Vorräte für den Winter vergraben. Drei Nüsse durften die Eichhörnchen auf dem Gelände bunkern – und sie mussten sich natürlich merken, wo sie die Wintervorräte versteckt hatten. Das passiert nämlich auch hin und wieder den echten Eichhörnchen: Während ihrer Winterruhe wissen sie plötzlich nicht mehr, wo sie ihre Nüsse im Herbst versteckt hatten.

Igelbackstube
Igelbackstube

Auch die Führung über die Überwinterung des Igels war besonders für Kinder eine spannende Angelegenheit. Denn die Besucher bauten ein artgerechtes Winterquartier für die stacheligen Zeitgenossen. Mit Laub, Reisig und Stroh schafften die Kinder ein einladendes Igelzuhause für die nächsten Monate. Denn in dieser Zeit hält der Igel Winterschlaf. Nachdem er sich im Herbst vollgefressen hat und die Temperaturen langsam nach unten gehen, sucht der Igel sich ein Versteck, sein Herz schlägt nur noch ganz langsam und er reduziert seinen Atem auf bis zu vier Atemzüge in der Minute. Und so verharrt er, bis der Frühling kommt – es sei denn, ein

Fledermausquartiersuche
Fledermausquartiersuche

Feind findet sein Versteck.
Leichtgewichte
überleben nicht
Auch für den Fall, dass jetzt im Herbst und zum Winteranfang ein Igel gefunden wird, der weniger als 500 Gramm wiegt, wissen die Familien nun Bescheid, was zu tun ist: Ein Tier mit diesem Gewicht überlebt den Winter nicht. Für diesen Fall gibt es bei der „Igelburg Mossautal“ oder beim Tierheim in Heppenheim Hilfe.

Blätter und Knospen
Blätter und Knospen

Neben den spannenden Führungen gab es auch im Naturschutzzentrum selbst noch vielerlei Informationen und Bastelangebote für Groß und Klein und draußen am Lagefeuer gab es Waffeln, Punsch und heiße Wurst.
Am Ende der Veranstaltung war klar: Die Bedürfnisse von Mensch und Tier im Winter sind gar nicht so unterschiedlich. Beide haben das Bedürfnis nach Wärme, Schutz und Geborgenheit. Der Mensch sucht sich Zuhause einen warmen Platz vor dem Kamin und der Igel sucht sich ein gemütliches Versteck zwischen Laub und Reisig. ahei

 So, jetzt hat es mal wieder für einen Blogeintrag gereicht. Probleme mit der Homepage über mehrere Wochen, aber auch mein enges Zeitfenster verhinderten das Schreiben. Noch ist die alte Ordnung noch nicht wieder hergestellt, aber wir haben gelernt, geduldig zu sein.            

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