Vom Eingangstor zur umweltpädagogischen Station

Im vergangenen Jahr kam Herr Diehl, Geschäftsführer desUNESCO Geoparks, in unsere Einrichtung und teilte uns mit, dass Veränderungen im Erscheinungskonzept des Geoparks vorgesehen sind. So würde aus dem Naturschutzzentrum als Eingangstor West eine umweltpädagogische Station  werden.  Wir fanden die Änderung stimmig, auch wenn wir uns erst an den neuen Status gewöhnen müssen, so manches Logo muss z.B. noch angepasst werden, aber tief in unserem „Herzen“ verstehen wir uns schon länger mit unserem Engagement als umweltpädagogische Einrichtung.
Gestern kamen Mitarbeiter des Geoparks und tauschten  deshalb auch die Fahnen aus, um diese Änderung noch deutlicher sichtbar zu machen. Haben Sie eine Fahne in der Vergangenheit überhaupt bei uns wahrgenommen? Gleich vorne am Parkplatz stand neben der Infotafel des Geoparks auch die Fahne mit unserem Logo und der Aufschrift: Eingangstor West. Jetzt haben wir die neue Fahne näher an den Eingang plaziert, damit sie noch besser wahrgenommen werden kann. 
Sie wundern sich vielleicht über die Frage: Haben Sie eine Fahne bei uns wahrgenommen? Mir ist aufgefallen, wie oft ich an etwas vorbei gehe oder fahre, wie oft ich etwas ansehe, aber dann doch das Gesehene nicht richtig wahrnehme. Die Macht der Gewohnheit! Ich bemühe mich zurzeit ganz bewusst dagegen „anzukämpfen“. So fahre ich zum Beispiel bewusst auf unterschiedlichen Wegen zu meinem Arbeitsplatz. Ich kenne jemanden, den führt das Auto schon automatisch zu seinem Arbeitsplatz –  und wehe, er muss in die andere Richtung…
Als ich heute nachmittag eine Runde ums Naturschutzzentrum drehte, wollte ich ganz bewusst darauf achten, also meine Wahrnehmung schulen. Ich entdeckte die ersten Weidenkätzchen, die ersten Schneeglöckchen und Primeln im Garten und hab mich riesig darüber gefreut. Auch die Kinder der BUND-Kindergruppe trafen sich am Weidenbaum, sie streichelten die Kätzchen und konnten sich gar nicht satt sehen und satt fühlen (wenn man das so sagen darf). Kinder haben noch ein Bewusstsein für das Wesentliche. Ich glaube, ich muss in Zukunft noch mehr die Nähe der Kinder suchen – sie sind ein Vorbild für mich.

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