Es wird Zeit für Heiterkeit

Gestern hatte ich am Abend ein nachdenkliches Gespräch mit meinem Mann. Er erinnerte sich, wie ich einmal reagierte,  als ich ihm auf seine Frage antwortete, warum ich so lange keinen Blog mehr geschrieben habe. Ich sagte: „Ich komme einfach nicht dazu. Ich weiß gar nicht woher ich noch die Zeit dafür nehmen sollte“.
Hmhm.
Ergo müsste ich jetzt permanent etwas Schreiben können, denn wir sind hier nicht unbedingt mit Anfragen, Besucherkontakten und Veranstaltungen gesegnet. Und ich freue mich über jede Abwechslung, die mich vom Schreibtisch weglocken kann.
Es hat mir so leid getan, dass die Osterferienspiele abgesagt werden mussten, es hat mir auch leid getan, dass der Sensenkurs, der doppelt belegt gewesen wäre, nicht stattfinden konnte. Es tat mir besonders leid, dass wir unser Eiszeitfest nicht durchführen konnten…
Ich sträube mich inzwischen auch gegen die vielen Onlinekonferenzen, ich brauche ein Gegenüber, ich muss den anderen sehen oder in Beziehung treten können…
Ich rede schon mit unseren Wildbienen und versuche die Taufliege zu vertreiben, die sich als Parasit in ihre Nachwuchsplanung einmischt, wenn ich das mal so sagen darf, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Unser Gelände ist tagsüber offen für Radfahrer, Familien mit kleinen Kindern, die gerne im Sand spielen oder Senioren, die auf der Bank am See sitzen. Es ist gut, das zu erleben und in zufriedene Gesichter zu sehen. Wir bekommen viele

„Dankeschöns“ von unseren Besucher*innen, weil sie es zu schätzen wissen an diesem Ort sein zu können.  Ha. Wie witzig, in dem Moment, in dem ich dies schreibe, winken mir Ella und ihre Mutter zum Fenster rein. Ella ist in vielen Gruppen dabei. Bei den Erlachfüchsen, bei „Kinder stärken“, bei den Ferienspielen…

Am wohlsten fühle ich mich im Moment im Garten, denn da gibt es immer etwas zu tun, so auch heute Morgen, als ich mit Stephan im Garten nach den Himbeeren, Erbsen und all den anderen zart wachsenden Pflanzen geschaut habe. Das sind Momente des Glücks.
Ich brauche zurzeit die Erde und Bodenhaftung. Nicht einmal meine Kamera spricht mich an.  Es gibt also kaum aktuelle Fotos. Ich habe genug von Technik und Schreibtischarbeit.
Genug gejammert. Ich spüre ja auch, dass es trotzdem bergauf geht. In der Natur und in der alles umspannenden Coronaproblematik.

 

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