Schöpfung wahren

Heute morgen war ich zu Gast in Bensheim im Gemeindezentrum der St. Georgsgemeinde. Zusammen mit meiner Mitarbeiterin Annika Berg wurden wir von mehr als 30 TeilnehmerInnen der Gruppe aktiv50plus empfangen. Unser Thema: Schöpfung wahren. Die Zeit der thematischen Auseinandersetzung im Vorfeld war für mich bereits sehr effektiv. Ich schrieb mir zunächst das Wort Schöpfung auf ein großes Blatt Papier und dabei fingen die einzelnen Buchstaben an, sich zu neuen Wörtern zusammenzufügen und dies alles unter dem Einfluss: was hat dies mit Schöpfung zu tun?

 
Hier ein kleiner Auszug:
S Sonne, Segen,
C Cherubim (Engel höheren Rangs, die als Wächter vor dem Paradies stehen)
H Hoffnung, Heimat, Herzenssache
O Offenheit, Obstwiese
E Ehrenamt, Erde, Ernährung
P Pellkartoffeln, Paradies
F Freude, Freiheit
U Uhu, Uferschwalbe
N Natur, Nachhaltigkeit
G Glück, Gemeinschaft
Diese Worte waren für mich wie ein roter Faden und ich konnte so die Aspekte unterbringen, die mir wichtig erschienen.
Ich habe trotzdem zuerst meinen Buchstaben in die Runde gegeben und war erstaunt, welche Rückmeldungen ich bekam. Ein Herr sagte: Clara – meine Enkelin heißt Clara und sie ist ein Teil der Schöpfung. Zum gleichen Buchstaben brachte jemand anderer das Wort: Chemie.

Bei der Obstwiese konnte ich gut auf unsere Kooperation mit Befürwortern der Streuobstwiese eingehen. Seit einem Jahr unterstützen wir die Initiative und beziehen nur noch den Apfelsaft von heimischen Streuobstwiesen. Einen Teil der Einnahmen geben wir gezielt an die Verantwortlichen zurück. Bei der Assoziation: P wie Pellkartoffel sorgte ich für Erheiterung.  Es gibt ein Buch mit dem Titel: vom Glück der Pellkartoffel. Darin beschreibt die Autorin, wie es wieder möglich ist,  intensiver mit Freunden bei Tisch zusammenzusein, nachdem man nicht stundenlang in der Küche stehen musste, um seine Gäste zu bewirten. Das fand ich eine gute Idee. Außerdem liebe ich Pellkartoffeln mit Kräuterquark!
Es war eine rege und lebendige Beteiligung. Auch in der Pause ergaben sich gute Gespräche und der mitgebrachte Apfelsaft fand großen Anklang. Wie prompt eine Reaktion nach so einer Veranstaltung sein kann, erlebte ich gleich am Nachmittag. Ein Teilnehmer aus der Morgenrunde
wollte sich bei uns Apfelsaft kaufen.
Bei dem Buchstaben G wie Gemeinschaft war es mir ein echtes Bedürfnis, darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, einer Gemeinschaft zuzugehören. Ich habe mich selbst sehr wohl in dieser Runde gefühlt und war dankbar, dass sie mich so wohlwollend aufgenommen haben.

Im Anschluss bekam ich gleich weitere Einladungen und es mehrten sich die Stimmen, dass man uns gerne auch hier im Naturschutzzentrum wieder besuchen werde, vielleicht auch mit den Enkelkindern. Ich freue mich auf diese Begegnungen.

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