Tausche Helenium gegen Geranium

Der Kontakt zu den Staudenfreunden ergab sich im vergangenen Jahr. Als mich Herr Lannert auf die Gruppe der Staudenfreunde aufmerksam machte, hatte ich überhaupt keine Vorstellung, was sich mit den Aktivitäten dieser Gruppe verbindet. Ich wurde zu einem Treffen eingeladen und war – begeistert. Damals trafen sich alle Interessierten in der Speckhardt´s Mühle. Der Grund war ein erfreulicher, in zweifacher Hinsicht. Zum einen erstrahlten die Samthortensien in voller Blüte und zum anderen hatte Frau Speckhardt alle Freunde zu einem tollen Essen eingeladen.
Ich denke noch so gerne an diesen Abend zurück. Er war voller Überraschungen. – Wussten Sie, dass Herr Speckhardt nicht nur fantastisch malen, sondern auch noch toll singen kann? Außerdem haben sie einen wunderschön angelegten Garten.
Beim nächsten Mal durfte ich die Gruppe im „Landgarten Frank“ besuchen. Welch ein großes Gelände und so viele verschiedene Päoniensorten. Ich gestehe, ich wusste erst einmal nicht, dass diese wunderschönen Pfingstrosen auch Päonien heißen. Der Kenner weiß spätestens seit jetzt, dass „die Lindmayer“ wohl mehr von Pädagogik als von Pflanzen versteht.
Der Kontakt ist seitdem lose, ich fühle mich noch nicht ganz zugehörig, aber ich fühle mich diesen Menschen verbunden.
So kam es, dass mich Frau Bahlo, die Vorsitzende dieser Gesellschaft der Staudenfreunde Bergstraße anschrieb und mich um Hilfe bat. Sie bräuchten für ihre anstehende Pflanzentauschbörse noch einen Veranstaltungsort.
Problemlos konnten wir diese in unser Samstagsprogramm miteinbauen. Wobei ich nicht wirklich wusste, was mich da erwartete.
Dann kamen sie. Mit Kisten, Töpfen und Schachteln. In ihnen geborgen – ihre Gartenschätze. Erst führte ich sie über unser Gelände. Als wir in unserem Garten standen, gab ich freimütig zu bedenken, dass wir noch blutjunge Anfänger seien, was die Gartengestaltung angehe.   „Hier wird in erster Linie mit Liebe gearbeitet. Der Sachverstand komme mit den Jahren und wer weiß – vielleicht kann ich auch heute noch was dazu lernen“, so meine ehrliche Auskunft“.
Sie fanden Gefallen an einem außergewöhnlichen Salbei, aber da er nicht winterhart sei, ist er nicht wirklich was für Staudenfreunde. Das habe ich nun langsam begriffen.
Dann kam der eigentliche Akt: die Börse.
Nach dem Alphabet boten die Staudenliebhaber ihre Schätze an. Ich sollte unbedingt dabei sein, sozusagen als Gastgeberin. Ich dürfte auch zuerst die Pflanze aussuchen, die ich haben möchte. Das ist leichter gesagt als getan. – Ich konnte nur ganz wenig mit den botanischen Namen anfangen, und wenn sie nicht gerade wie die Aster in voller Blüte standen, wie hätte ich mir so eine blühende Staude wie ein „Doronicum orientalis“ vorzustellen?
Frau Bahlo übernahm für mich diese Aufgabe. Sie sagte immer: „das kriegt die Frau Lindmayer“. – Meine Freude war groß, aber als ich am Ende die vielen Töpfchen sah, kamen mir Zweifel, ob ich das jetzt alleine bewältigen kann. Diese vielen Namen!
Eine Staudenfreundin schien dies zu bemerken. Sie sagte, sie würde mir beim Einpflanzen helfen. So trafen wir uns am Sonntagmorgen in aller Früh im Garten. Über fünf Stunden pflanzten wir ein. Wir merkten nicht, wie die Zeit verging. Aber es hat unheimlich Spaß gemacht und die Vorfreude auf den nächsten Frühling ist gewiß.
Und ein bisschen sachverständiger bin ich inzwischen auch.
Es gibt noch soviel Neues zu entdecken!

Wer sich noch mehr für die Arbeit der Staudenfreunde interessiert, hier der Link:
http://www.gds-staudenfreunde.de/public/index/rubrik/Regionalgruppe%20Bergstra%DFe%20___%20Odenwald/artikel/Wie%20geht%20das%3F%20Pflanzentausch%0D%0A

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