Verpasst!?

Gestern Abend kam Gerhard total begeistert von einem Vortrag der Reihe: Vogelkunde – Gesang und Verhalten, nach Hause. „Stell dir mal vor“, sagte er, „Bernd Petri( Referent des Abends) forderte uns auf, die Augen zu schließen. Wir sollten uns vorstellen, an welchem Tag, welchem Ort und zu welcher Zeit diese Aufnahme wohl entstanden sein könnte“. Stille – dann: Kirchenglockengeläut, krähende Hähne, Vogelgezwitscher… Ich konnte es mir vorstellen, obwohl ich nicht dabei war. Es war wie bei mir zuhause, da wo ich aufgewachsen bin, in einem Dorf an einem Sonntagmorgen. Bei den Nachbarn, die einen Bauernhof hatten, krähte der Hahn. Fehlte nur noch das Geblöcke der Lämmer. Ob es das heute noch gibt?
Sehr lebendig hätte Herr Petri seinen Vortrag gehalten, bei dem es vorwiegend um den Gesang  und das Verhalten von Vögeln ging. Er unterschied zwischen Gesang und Ruf. Den Gesang könnte man auch in Verbindung mit Sexualität bringen. Im Frühling ist der Gesang besonders ausgeprägt, wohl auch, um seinen Partner zu locken und zu imponieren. Im Gegensatz dazu die Rufe der Vögel, wie z.B. der  Bettelruf des Nachwuchses oder der Warnruf, z.B. eines Eichelhähers, der die anderen vor dem Anflug eines Greifvogels warnen möchte.
Auch die Musikszene läßt  sich vom Gesang der Vögel inspirieren, wie er ebenfalls eindrucksvoll vorführte. Denken sie an Beethovens 9. Sinfonie. „dadada-daaa“. Hört man in der Natur einen Ortolan, dann fühlt man sich daran erinnert.
Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich bei diesem Vortrag nicht dabei war. Es wäre ein persönlicher Gewinn gewesen, aber irgendwie muss man Prioritäten setzen. In diesem Fall habe ich falsch entschieden. Ich war zuhause mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Damit es Ihnen nicht wie mir ergeht, lege ich Ihnen zunächst die nächste Folge des Ornikurses ans Herz. Teil 3 findet am 5. Juni statt und steht unter dem Schwerpunkt: Lebensräume. Die 30 BesucherInnen gestern Abend hatten bestimmt auch nicht mit so einem informativen und unterhaltsamen Vortrag gerechnet. Sie wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil, es war eine Erfrischung für´s Gehirn, wie ich hörte.
Und noch was. Vielleicht würden Sie sich auch ärgern, wenn sie wüssten, dass ein ebenso spannender wie interaktiver Vortrag am kommenden Samstag stattfindet. Tiere der Mammutsteppe, so der klangvolle Titel. Ich weiß, dass es ein toller Vortrag werden wird. Vor allem können alle etwas über die Tiere und ihren Lebensraum an der Erlache vor
20 000  – 30 000 Jahren erfahren. Eine Zeitreise, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Noch kann man sich anmelden.

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