Von Kartoffeln, Drachenbooten und Kindern aus der Schillerschule

Meine guten Vorsätze sind dahin. Ich schaffe es einfach nicht, regelmäßig während der Woche zu schreiben. Und dabei ist soviel los bei uns! Aber eben deshalb ist auch manchmal einfach meine Zeit vergeben.
Am Montagmorgen zum Beispiel, da hätte ich so gerne miterlebt, wie sich drei erste Klassen der Schlossbergschule Auerbach in Projektgruppen und dem Schwerpunkt: Ernährung, mit der Kartoffel auseinandersetzten.


Christine, Annika und Jeannine leiteten die Workshops und konnten den  60 Kindern ein informatives und abwechslungsreiches Angebot unterbreiten.
Während Christine mit einer Gruppe im Garten ein Kartoffelbeet anlegte und  jedes  Kind sich anschließend noch in einem mitgebrachten Eimer selbst eine Kartoffel  zum Mitnehmen einpflanzen durfte, hat Jeannine mit den Kindern Feuer an der Feuerstelle gemacht, Kartoffeln und Kräuter geschnippelt und sie dann über dem Feuer in einer großen Pfanne zubereitet. Ich hörte von einem Mädchen, dass mehr als eine halbe Stunde ununterbrochen die Pfanne gerührt hat. Das war sicher anstrengend.
Annika ging das Thema Kartoffel eher spielerisch an. Kurzfristig wurde die Sanddüne zur Bühne und die Kinder spielten die Reise der Kartoffel nach. Da waren nicht wenige erstaunt, was die Kartoffel so alles auf dem Weg hierher mitgemacht hat. Anschließend formten die Kinder auch noch eine Kartoffelgöttin aus Lehm nach.
Von der Kartoffelpfanne blieb leider nichts übrig. Es war einfach zu lecker, so dass ich nicht sagen kann, wie es geschmeckt hat.
Mit ein paar Bildern werde ich Ihnen noch weitere Einblicke ermöglichen.

Das alles, wie gesagt, ereignete sich, während ich mich in Weilbach/Flörsheim mit meinen KollegInnen aus der ANU und VertreterInnen des Ministeriums traf, um weitere Details für eine Tagung im Herbst zu besprechen. Noch vor meinem Urlaub wurden die finanziellen Mittel dazu bereitgestellt, so kann die Tagung: ZUKUNFT GESTALTEN LERNEN am 20. September in Frankfurt an der Uni durchgeführt werden. Alle Umweltzentren werden vertreten sein, wir zeigen uns mit dem Schwerpunkt: Ernährung (wie könnte es anders sein). Sobald die Flyer gedruckt sind, werde ich sie zugänglich machen, so dass sich interessierte PädagogInnen informieren und sich anmelden können. Ich finde das Konzept wirklich gelungen.

Am Dienstagnachmittag war ich in Lampertheim. Ich durfte mich über ein Projekt informieren, dass sehr spannend klingt. Herr Brechenser (mit ihm arbeiten wir seit diesem Jahr zusammen, bietet Kanutouren auf dem Altrhein an), Vertreter der Stadt und des Tourismusmarketing aus Lorsch , Jeannine und ich wurden über sein neuestes Projekt informiert. Drachenboote!
Er schlägt vor, diese sogenannten Drachenboote im Bausatz über Sponsoren zu finanzieren. Zusammengebaut wären sie leicht und dann könnte man, zusammen mit bis dahin von ihm uns uns ausgebildeten Flussrangern unter dem Aspekt der Berücksichtigung von Flora und Fauna, auf dem Altrhein paddeln…  Über das Naturschutzzentrum würden Buchungen laufen.  Die ersten Schritte sind gemacht.

Heute morgen –  und damit bin ich wieder aktuell, hatten wir Besuch aus der Schillerschule in Gernsheim. Diese Schule ist eine von 27 Förderschulen in Hessen, die vom hess. Kultusministerium zu einem Sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentrum ernannt wurde.
5 ReferentInnen kümmerten sich um mehr als 50 Schulkinder. Es war eine Herausforderung, nicht nur wegen der Kälte.  Es war aber auch wieder einmal Gelegenheit zu zeigen, dass wir mit unserem Ambiente, unseren Themen, aber auch mit unserem Anspruch: Spielerisch Wissen zu vermitteln, diesen Kindern Gelegenheit geben konnten, die Natur hautnah zu erleben.

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