Folgen des Gewitters

Oje, ich komme gar nicht mehr aus dem Büro heraus. Frau Gaulrapp ist für zwei Wochen in Urlaub, ich gönne ihn ihr von ganzem Herzen, aber jetzt muss ich ganz schön zuarbeiten und ich merke dadurch, was so eine Bürokraft alles leistet.
Ich versuche Frau Makrigiannis zu unterstützen, das Telefon steht einfach nicht still. Wie soll man denn da einen klaren Gedanken fassen.
Heute morgen waren es  u.a. gleich zwei Anrufe besorgter Bürger. Das nächtliche Gewitter hat auch den Tieren  zugesetzt. Zum einen irrte eine Nilgans durch einen Garten und es war nicht erkenntlich, warum sie nicht fliegen konnte, zum anderen bekamen wir einen Anruf, dass ein junger Turmfalke aus dem Nest gefallen sei.Wenn wir nicht mehr weiter wissen, dan fragen wir Herrn Eppler. Den Turmfalken haben sie wohl auch zur Tierpflegestation gebracht, wie auch schon den Storch. Hab ich überhaupt geschrieben, dass er nicht überlebte. Er musste eingeschläfert werden.

Eine Erzieherin rief auch noch aufgeregt an. Sie hätten Weidenzäune und Weidentunnel für die Kinder gebaut und die Weidenstämme hätten jetzt alle einen Befall. Es sähe so aus, als wäre der Holzwurm drin.
Schon wieder ist Herr Eppler gefragt. Der wollte natürlich wissen, wie dick die Stämme waren und wie groß die Löcher sind. Aber das habe ich ja alles gar nicht erfragt.

Gerade noch so am Rande konnte ich den Kindern aus der Kita St. Winfried bei der Suche nach Insekten und anderen Lebewesen auf der Wiese zusehen, bevor ich wieder in ein „Gespräch“ musste. Herr Wieczorek wurde also beauftragt, mit der Kamera die schönsten Szenen einzufangen.
Ich hätte es gern selbst gemacht, nachdem ein noch wirklich kleiner Knirps  mit Hingabe die Spinne in seiner Becherlupe beobachtete. Natürlich waren auch die Wasserpfützen überall ein großer Anziehungsmagnet.

Alles hätte mich mehr interessiert und ich saß über Zahlen für die Buchführung und ordnete Quittungen und Rechnungen ein…

Als aber Simon und Beni ihren Geocachingkindergeburtstag unter tropischen Temperaturen am Nachmittag zu ihrer Schatzsuche aufbrachen, war ich dann doch zufrieden mit meinem Los.
Sie kamen völlig durchgeschwitzt, aber zufrieden nach 2 Stunden zurück. Erwachsene wie Kinder. Den Schatz haben sie auch gefunden.

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