Johanna und ihr Glückswächter

Das ganze Team, einschließlich der Geschäftsführer, traf sich vor Weihnachten, um in gemütlicher Runde das Jahr abzuschließen. Bis in den Dezember hinein liefen Veranstaltungen, wir hatten immer genügend zu tun. So freuten wir uns alle auf die wohlverdienten freien Tage, die jede/r von uns auf seine Weise nutzte.
Gerhard und mich zog es an die Ostsee. Ich wollte mir frischen Wind um die Nase wehen lassen. Der Kopf sollte frei werden für neue Herausforderungen. Das ist auch gelungen. Wir waren täglich, bei jedem Wetter, draußen bis es dunkel wurde. Von der Sturmflut profitierten wir zusätzlich. Es wurden natürlich auch Bernsteine an Land gespült. Und wir wurden fündig.
Natürlich habe ich das alte Jahr noch einmal vor meinem geistigen Auge vorüberziehen lassen. Nach wie vor zeichnete sich keine Sorgenfalte in meinem Gesicht ab. Alles gut.
Heute und morgen wird das neue Programm gedruckt. Auf der Homepage kann man sich schon einen Überblick verschaffen. Ab Mittwoch werden wir es an den bekannten Stellen auslegen.

Die erste Mitarbeiterbesprechung in diesem Jahr war geprägt von Motivation, neuer Tatkraft  und der ernsthaften Überlegung, wie wir die ruhigeren Tage im Hause effektiv nutzen könnten.
Gerne würden wir z.B. die  Ausstellung aufwerten. Wir nehmen sie einfach nicht mehr bewusst wahr. Gerhard ging dieses Thema bereits konkret an. Er saß am Wochenende schon Stunden im Ausstellungsraum und kümmerte sich um unsere, in Kisten  angesammelten, Fossilien. Endlich hat er einen Schrank gefunden, in dem er sie einordnen kann.

Harry, unser Hausmeister, ist ebenfalls mit der Ausstellung beschäftigt. Er schafft für uns „neue Räume“, indem er aufräumt, wegräumt, bohrt, hämmert … und die Lebendfallen für Mäuse im Auge hat, die nichts im Hause zu tun haben. Johanna nimmt sie dann im Auto mit hoch bis über die Bahnlinie, dort finden sie in einem kleinen Wäldchen sicher einen besseren Unterschlupf.

Ich bleibe gedanklich noch etwas bei Johanna. Hauptsächlich kümmert sich unsere kunstbegabte BfDlerin zurzeit um den Werkraum. Zum einen belebt sie ihn mit ihrer Kreativität, erschafft Kunstwerke oder überlegt sich ein Programmangebote für Kindergeburtstage. So  hat sie einem  Glückswächter Leben eingehaucht.  Zum Anderen schafft sie Ordnung im Werkraum.  Er soll mehr zur Kreativität einladen, dazu gehört, dass Werkmaterialien überprüft und vor allem ausgemistet werden. Oder sie bemalt uralte Stühle, so dass man sich gar nicht mehr traut, sich darauf zu setzen.
In dieser Woche wollte sie eigentlich zu einem BFD-Seminar in den bayrischen Wald fahren. Sie hat sich darauf gefreut. Heute kam aber eine Krankmeldung. Sie ist gestürzt und hat sich am Knie verletzt.
Das tut mir leid für sie. Deshalb widme ich ihr meinen ersten Blog im neuen Jahr.  Johanna. Wir sind froh, dass wir dich haben.

 

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