Prima KLIMA

Ferienspiele
beliebt: Werkraum

Der Countdown für Schüler läuft. Noch dreimal aufstehen, dann sind endlich Ferien. Schön für die Kids, schön für uns, auch wenn uns  anstrengende Wochen  bevorstehen. Seit Wochen sind wir ausgebucht und noch immer melden sich Eltern, die nach einem Platz für ihr Kind suchen. Es tut richtig weh, ihnen absagen zu müssen. Wir kennen ja inzwischen 80 Prozent der angemeldeten Kinder und möchten kein Kind missen.

Wir spüren auch, dass sie den Kontakt zu uns, auch wenn sie schon älter sind, nicht verlieren wollen. Gerade jetzt machen drei Schüler aus der 8. Klasse eines Bensheimer Gymnasiums ein zweiwöchiges Praktikum bei uns.
Heute haben sie zum Beispiel Johannisbeeren im Garten gezupft, außerdem ein Protokoll der letzten Veranstaltung für die Klimalotsen geschrieben und ein Spiel (Keep cool) ausprobiert, welches wir thematisch ebenfalls zum Thema Klima demnächst einsetzen wollen. Sie sollten testen, ob die Spielanleitung leicht verständlich und gut umzusetzen sei. Das schien nicht der Fall zu sein.
Klimasiedler1Viel Spaß hingegen hat ihnen gestern  das Geländespiel Klimasiedler (angelegt an die Siedler von Catan) mit anderen Schülern gemacht. Vom Fenster aus konnten wir beobachten, mit welcher Freude sie alle bei der Sache waren.

Ziel des Spiels ist es, als Familie möglichst viele Siegpunkte (Wohlstandspunkte) zu erreichen, um sich einen gewissen Lebensstandard Klimasiedler2zu erwerben. Wollten sie sich zum Beispiel einen Kühlschrank  kaufen, dann brauchten sie 2 Metall-, 2 Erdöl- und 1 Stein-Rohstoffkarte, die sie dann auf dem Markt eintauschen konnten. Schwierigkeiten sind natürlich vorprogrammiert und eingeplant, auch eine Klimakatastrophe, wenn sie z.B. zu viel Energie verbraucht hatten.
Dann wurden alle Familien Klimasiedlerzusammengerufen und jede Familie bekam die Auswirkung zu spüren, egal, ob sie zur Katastrophe beigetragen hat oder nicht. Das gab Konflikte und regte zum Nachdenken an. Es bleibt sicher was in Erinnerung, auch wenn man längst wieder auf dem Heimweg ist.

Heute waren wieder Schüler im Haus. Ihr Thema: kooperative Spiele. Als ich sie am Anfang fragte, wer eigentlich Lust hatte, heute hierherzu kommen (ich bat um eine ehrliche Meinung), da hielt sich die BNähe und Distanzegeisterung sehr in Grenzen. Mit Spielen verbanden sie eher Babyspiele und so benahmen sie sich, meiner Meinung nach, anfänglich auch. Ich fühlte mich herausgefordert.
Ich stellte eine weitere Frage. „Fühlt ihr euch  wohl in eurer Klassengemeinschaft? Da kam spontan zurück. „Nein. Wir sind eher zwei Gruppen. Mädchen und Jungs“. „Seid ihr daran interessiert,  mehr zu einer Klassengemeinschaft zusammenzuwachsen“, war meine nächste Frage und da bekam ich ein klares Ja. „Na, dann lasst es uns doch Fallschirmspielemal spielerisch versuchen“. Darauf ließen sie sich ein. Das Schwungtuch (lieben vor allem kleinere Kinder) wollte ich nur einsetzen, weil es eine Aufgabe war, das Tuch zu drehen, ohne dass einer den Boden berührt. Doch schon bis wir zu dieser Herausforderung kamen, dauerte es, denn sie waren voller Begeisterung dabei, auch alle anderen Spielmöglichkeiten, die so ein Tuch bietet, auszuprobieren.
Es wurde ein sehr kurzweiliger und gemeinschaftsfördernder Vormittag.

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