Große und kleine Winzer im Weinberg am Erlachbogen

Sonntagmorgen. Rolf Steinmüller freut sich über die vielen WeinbergpatInnen. In den letzten Tagen konnte man zusehen, wie die zarten grünen Triebe am Rebstock gewachsen sind. Nachdem beim letzten Treffen die Reben geschnitten und „niedergezogen“ wurden, war heute als Arbeitsschritt das Ausdünnen der Triebe angesagt. Rolf erklärte geduldig, was zu tun sei. Am ganzen Rebstock können sich junge Austriebe zeigen. Wenn man diese Arbeit nicht machen würde, dann würde die Rebe ellenlange Triebe ausbilden. Die Kraft des Saftes in der Beere würde sich also in viele Beeren verteilen und das würde die Qualität mindern. Das ist jetzt laienhaft ausgedrückt, aber schon zu verstehen oder?
Selbst ein Kind interessierte sich für die Vorgänge. Ihre Mutter sagte: „Guck mal, jetzt können wir lernen, was  das Beste für unsere Rebe ist“.
Rolf ist mit uns „SchülerInnen“ sehr zufrieden. Geduldig widmet er sich den neugierigen FragerInnen.
Am Ende sitzen wir noch zusammen und wir erfahren, dass so ein Trieb am Tag bis zu 5 cm wachsen kann. Das Wetter ist günstig, mit Frost ist auch nicht mehr zu rechnen. Wir haben ja nur zwei Rebsorten. Den Regent und den Johanniter. Beide gehören zu den pilzresitenten – stopp – man nennt sie mittlerweile pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Warum das so ist? Die Erwartungen hätten sich nicht erfüllt. Man käme nicht ganz ohne Spritzmittel aus, könne sie jedoch auf 80% reduzieren. Ich fragte Herrn Steinmüller, ob unsere Trauben schon einmal gespritzt werden mussten. Er verneinte, wobei er im vorletzten Jahr schon einmal überlegte, ob es doch notwendig sein würde. Aber er musste nicht eingreifen.
Der Wein der letzten Ernte schmeckt richtig gut. Wir haben Flaschen hier auf Lager. Jetzt kommen noch die Ettiketen drauf und die anderen notwendigen Angaben und dann können ein paar Flaschen auch zum Verkauf angeboten werden. Ist natürlich eine Rarität, weil es nur wenige davon gibt. Wenn Sie wollen, dann fragen Sie uns nach unseren Vorräten.

 

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