2010-03-23 BA Artikel Frühlingsfest
Naturschutzzentrum Bergstraße: Großes Fest am Sonntag an der Erlache mit buntem Programm für Jung und Alt
Der Frühling war zum Greifen nah
Bergstraße. Mit der Winterruhe ist es vorbei. Natur und Tiere sind langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht, die Lebensgeister zurückgekehrt. Besser als im Naturschutzzentrum Bergstraße (NZB) an der Erlache lässt sich das spannende Frühlingserwachen nicht erleben, fühlen und mit Händen greifen.
Am Sonntag hatte das engagierte Team um Veronika Lindmayer wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Frühling mit seinen unzähligen Überraschungen und Schönheiten den vielen kleinen und großen Besuchern schmackhaft zu machen.
Sehen, staunen, Löcher in den Bauch fragen und selber machen, lautete das Motto des Aktionstages. Überall auf dem Gelände wurde gebuddelt, gemalt, gefeilt und gehämmert, und es gab eine Vielzahl von weiteren kreativen Mitmachangeboten.
Österlicher Schmuck
Die Stände, an denen die Kinder gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des NZB österlichen Schmuck und hübsche Dekorationsartikel bastelten, waren dicht umlagert. Kindergartenkind Adrian war der Erste, der sich traute, einen Frühlingsball aus Schafswolle zu filzen. Und der Steppke machte seine Sache ganz prima.
Brigitte Hein und Gabrielle Grammatico hatten kleine Leckermäuler um sich geschart. An ihrem Stand gab's Anleitungen für einen kinderleichten, köstlich süßen und noch dazu gesunden Bananen-Lolli. Es brauchte wenig Zeit und nur ein paar Handgriffe - und schon war der Öko-Lolli fertig: Eine Banane, einen Klacks Imkerhonig drum herum, eingetaucht in Mandeln, Schokostreuseln, Hasel- oder Kokosflocken ergab das eine herrlich knackige Kruste.
Klaus Schumacher, Nistkastenbeauftragter des Vogelschutzvereine Einhausen und Mitglied der Fledermaus-Schutzgruppe im Kreis Bergstraße, hatte besonders prächtige gefiederte Tiermodelle mitgebracht, so auch den Haubentaucher, die Stockente und die Waldschnepfe.
Körner-Schätzspiel
Außerdem konnten die Kinder bei einem Körner-Schätzspiel hübsche Preise gewinnen. Die Sieger, die bei der Preisvergabe nicht dabei waren, sollen namentlich im Bergsträßer Anzeiger veröffentlicht werden.
Informationen darüber, wie wichtig Streuobstwiesen nicht nur für das Landschaftsbild, sondern auch für die Balance zwischen Natur-, Pflanzen- und Tierwelt sind, gab es an einem Stand am Eingang zum Naturschutzzentrum. Dort waren Apfelsorten von den regionalen Streuobstwiesen ausgelegt, beispielsweise der "Kaiser Wilhelm", der "Gravensteiner" und der "Geheimrat von Oldenburg".
Warum die kleine Welt im Glas immer grün bleibt, wächst und gedeiht, erklärte Stefanie Richter ihren aufmerksamen Zuhörern. Waldpädagogin Petra Habeck hatte die ersten Weidenkätzchen dabei, und Christiane Schanz-Heinz und Eva-Maria Herzog-Reichwein zeigten den Bastelkindern, wie kinderleicht es ist, mit bunten Federn und zarten Blüten hübsche Osterkarten herzustellen.
Bienen, Kröten, Libellen
Die Hobby-Imkergruppe des Naturschutzzentrums möchte sich gern vergrößern und sucht deshalb Nachwuchs. Außerdem informierte sie über das Bienensterben in den Wintermonaten.
Etwas abseits wartete eine ganz besondere Attraktion auf die kleinen Gäste des NZB: Keschern am Teich. "Wo sind die denn im Winter?", wollte ein Knirps von Beate Löffelholz wissen und deutete auf eine bräunliche Erdkröte und eine Libellenlarve. Die Biologin gab geduldig Auskunft. Am 24. April, am 29. Mai, am 26. Juni und schließlich noch am 28. August sind weitere Keschertermine an der Erlache.
Der ökologische Weinberg unter Leitung von Rolf Steinmüller im Südwestbereich des Außengeländes, ein kleiner Bauerngarten und ein Markt mit frischen Kräutern und Frühblühern waren Anziehungspunkte für die Besucher.
Und natürlich gab es außerdem noch ein paar Leckereien für den kleinen Hunger zwischendurch: selbst gebackenen Kuchen beispielsweise, bunte Ökoeier oder knackige Bratwürste vom offenen Holzkohlengrill. gs
Bergsträßer Anzeiger
23. März 2010
Quelle: Bergsträßer Anzeiger